Dani Gantner in der ZSZ 01.04.2021

Datum: 1. April 2021

«Trash-Talk gehört natürlich dazu»

Handball

Seit 1996 spielt der 32-jährige Wädenswiler für seinen Heimatclub und führt nun das NLB-Team der SG Wädenswil/Horgen als Captain an. Der Kreisläufer verrät, warum er ZSC-Legende Mathias Seger bewundert.

Das Coronavirus.

Betrifft uns alle und wir müssen diese Pandemie gemeinsam meistern. Natürlich bin ich dieses Thema auch langsam leid! Aber ich konnte im letzten Jahr immer arbeiten und erhielt meinen Lohn. Die Gastro-Branche zum Beispiel hatte dieses Privileg aber nicht und wird immer wieder vertröstet, ohne auch nur im Geringsten zu wissen, wie es in ein paar Wochen weitergeht. Wir brauchen Planungssicherheit für die Wirtschaft und Sicherheit für die gefährdeten Personen, dann glaube ich an eine baldige Besserung.

Was ich vor einem Spiel immer mache.

Das vorherige Spiel des Gegners analysieren und wenn möglich Vorteile daraus zu ziehen.

Was ich nach einer Partie nie auslasse.

Ein gemeinsames Bier in der Garderobe.

Was ich besser als meine Teamkollegen kann.

Knapp oder leicht verspätet im Training zu erscheinen, was ich aber mit meinen Arbeitszeiten begründen kann.

Was ich meinem Trainer mal mitteilen möchte.

Du machst einen sehr guten Job! Mit kurzen und prägnanten Ansagen bringst du es immer wieder auf den Punkt. Deine konstruktive Kritik hat uns alle schon viel weitergebracht und wird uns auch noch weiterbringen.

Wen ich bewundere.

Mathias Seger. Für mich ein absolutes Vorbild was die Rolle des Captains angeht. Er ist immer authentisch und sachlich und auch nach all seinen Titeln und Erfolgen komplett auf dem Boden
geblieben.

Was ich einem Gegenspieler sage, der mich nervt.

Das verrate ich hier besser nicht. (lacht) Aber Trash-Talk gehört natürlich dazu.

Wem ich einen Tipp geben möchte.

Das mache ich nur persönlich, weil das enorm individuell und unterschiedlich ist. Manche Spieler brauchen viel Vertrauen und Einfühlungsvermögen, um Kritik anzunehmen. Andere brauchen sehr laute und klare Worte, dass sie es verstehen.

Was ich an meinem Sport nicht mag.

Die schweren und langanhalten Verletzungen, die teilweise auch aus harmlosen Situationen entstehen. Wenn üble Attacken zu Blessuren führen, begrüsse ich es, dass sie hart sanktioniert werden.

Da wurden in den letzten Jahren grosse Fortschritte gemacht.

Was ich in diesem Jahr unbedingt erreichen will. Den ersten Platz mit Wädenswil/Horgen in der Nationalliga B.

Was ich in zehn Jahren machen werde.

Mit Sicherheit werde ich dem Handball treu bleiben, in welcher Form das dann auch immer sein mag. (ddu)

 

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