Negativspirale hält weiter an
Die erhoffte Leistungssteigerung der SG Wädenswil/Horgen im Auswärtsspiel gegen den TV Steffisburg in der Thuner Lachenhalle blieb leider aus. Statt einer Wende setzte sich der negative Trend fort: Mit der 13. Niederlage nach insgesamt 20 Partien, darunter lediglich vier Siegen und drei Unentschieden, rutschen die Handballer der SG endgültig auf den letzten Tabellenplatz ab. Besonders besorgniserregend ist dabei das deutlich schwächste Torverhältnis der Liga, das die Misere zusätzlich unterstreicht.
Bereits vier Punkte trennen die Mannschaft vom rettenden 12. Tabellenplatz. Angesichts der verbleibenden sechs Spiele, von denen zwei gegen die Spitzenmannschaften der NLB ausgetragen werden müssen, scheint die Ausgangslage äusserst schwierig. Für den Klassenerhalt wäre ein grosses Handballwunder notwendig, denn die derzeitige Form und die anhaltenden Probleme lassen kaum Hoffnung auf eine Trendwende zu.
Zu den bereits bestehenden Herausforderungen, wie dem anhaltenden Verletzungspech und dem Trainerwechsel, kam im Spiel in der Lachenhalle noch ein spürbarer Qualitätsmangel hinzu. In den ersten zwanzig Minuten zeigte die SG Wädenswil/Horgen jedoch viel Einsatzbereitschaft und hielt, vor allem dank einiger starker Paraden von Torhüter Cachin, mit dem Gastgeberteam Schritt. Nachdem dem verpassten ausgleich durch Döbbeling – der am besten Steffisburger Spieler – dem starken Torhüter Ebner der 17 Paraden zeigte, scheiterte, beorderten die beiden Coaches Toni Kern und Normann Kiezmann die Spieler beim Stand von 10:9 zu sich.
Linkshänder Francesco Biffiger bester Werfer der SG mit 5 Toren
Leider brachte die Auszeit nicht die erhoffte Wirkung, was folgte waren unnötige Strafen, Ballverluste und Fehlpässe, die dem Heimteam insgesamt zu mehreren Treffern ins verwaiste SG-Gehäuse verhalfen. Die Seebuben kamen mehr und mehr in eine Negativspirale, vergaben Strafwürfe und 100% Chancen und auch Hüter Cachin konnte nicht mehr an die Leistung der Startminuten anknüpfen. Aus dem 10:9 wurde innert zehn Minuten ein 18:11. Der Leistungseinbruch hielt auch nach der Pause an. Die Umstellung der Steffisburger auf eine 5:1 Deckung reichte, um die Angriffsbemühungen der SG komplett lahmzulegen. Als in der 35. Minute Steffisburgs bester Schütze Rauls Serafimovics zum 21:11 einschoss, war der Mist geführt.
Fabian Pospisil wurde für seinen Einsatz zum SG-Bestplayer gewählt
Einer dachte noch nicht ans Aufgeben: Spielmacher Fabian Pospisil versuchte alles, um die Niederlage erträglicher zu machen. Durch Treffer von ihm, Biffiger und Wünsch loderte das Flämmchen in der SG nochmals auf, und auch der in der 38. Minute eingewechselte Hüter Sokcevic trug mit drei gehaltenen Strafwürfen das Seine dazu bei. Das Heimteam wirkte plötzlich nicht mehr unbezwingbar und in der 49. Minute gelingt es Burgherr auf 24:21 zu verkürzen. Danach trifft er aus bester Abschlussposition leider nur die Holzumrandung und im Anschluss landet auch der dritte von sechs Strafwürfen nicht im gegnerischen Kasten. Die SG macht sich die Chance, das Spiel auszugleichen, gleich wieder selbst zunichte. Das Resultat ist eine vernichtende 32:24-Niederlage gegen ein Team, das in der Vorrunde noch klar besiegt werden konnte.
Hans Stapfer
Tim Wünsch gelingt es Ebner zum 15:23 zu bezwingen
24.03.2026 19.00 Lachenhalle Thun / 75 Zuschauer / SR. Lopez, Felix
Telegramm: TV Steffisburg vs. SG Wädenswil/Horgen (18:11) 32:24
SGHW: Cachin 1-38 (5P 23%), Sokcevic (5P/32%/ 3×7 Meter); Döbbeling (2), Pospisil (4), Stirnimann, Biffiger (5), Zollinger, Buob (2), Kälin (2/1), Burgherr (2), Schuler (2/2), Pfister (1), Wünsch (3), Wolfer (1), Rehmann.
Steffisburg: Ebner (17P/42%); Baumann (4), Karlen (5), Serafimovics (9/5), Dannmeyer (4), Ebner (1), Roht (1), Dähler (2), Schöni (1), Lindner (2), Roht A., Liechti, Neiger, Caviezel, Lädrach (3).
Strafen: 4×2 Minuten + Rote Karte Heim, 6×2 Minuten SG
Best Player SG Wädenswil/Horgen, Fabian Pospisil. Heimteam, Leo Ebner

