Spielbericht NLB: TSV Fortitudo Gossau – SG Wädenswil-Horgen

Datum: 14. November 2021

Neunter Sieg im neunten Spiel

In Gossau trafen der Tabellenführer und der Tabellenzweite aufeinander. Der TSV Fortitudo Gossau, vor zwei Jahren gegen GC Amicitia Zürich aus der Quickline Handball-Liga abgestiegen tastet sich mit einem starken Team aus Jungen und erfahrenen Spielern wieder an die Spitze der NLB heran. Gegen die Gäste vom linken Zürichsee waren aber auch Sie machtlos. Ein über 60 Minuten spannendes Spiel bei dem in der Pause die Hausherren noch zwei Treffer vorlagen endete mit einem klaren 28:26 Sieg für die SG Wädenswil/Horgen. Mit dem neunten Sieg in ebenso vielen Spielen liegt die SG jetzt sechs Punkte vor den direkten Verfolgern Baden, Stäfa, Gossau und Kreuzlingen.

In der ausgeglichenen Startphase pariert Kasalo im Tor der SG in der fünften Minute einen Strafwurf, kann aber gegen den Abpraller nichts ausrichten. Meist liegen die Gäste mit ein zwei Treffern voraus und fast immer, in der ersten Spielhälfte, ist der schnelle Spielmacher der Gossauer Lind für den Ausgleich zuständig. Mit zehn Treffern ist er der beste Werfer seines Teams. In der 26. Minute liegen die Gäste mit 16:13 hinten was Trainer Milicic noch vor der Pause veranlasst eine Auszeit zu nehmen. 16 Gegentore sind für den Coach eindeutig zu viele, was er seinen Jungs auch unmissverständlich zu verstehen gibt. Auf der Torhüterposition kommt Imhof für Kasalo zum Zug und auf rechts Aussen Schuler für den glücklos kämpfenden Kälin.

17:15 Pausenrückstand innert sieben Minuten zur 19:21 Führung gedreht.    

Wie schon oft kamen die SG Wädi/Horgen Spieler motiviert aus der Pause. In der Verteidigung wurde konsequenter zugepackt und im Abschluss nicht lange gefackelt. Der in der 18. Minute mit einer Muskelverhärtung ausgeschiedene Karlen versuchte es in der zweiten Hälfte noch mal und wie wichtig er fürs Team ist bewies er mit seinem zweiten Treffer zum 21:19.

Trainer Milicic wollte auf die Frage was er seinen Spielern in der Pause mitgegeben hat nicht direkt eingehen. „Ich verrate nicht alle Geheimnisse, ich verlangte aber dass Sie hinten wie vorne noch einen Zacken zulegen und vor allem konsequenter zupacken“. Torhüter Imhof der mit 45% gehaltenen Bällen wie sein Gegenüber, der NLA erfahrene Kindler der ebenfalls 45% der Würfe auf sein Gehäuse entschärfte, zeigte sich nach dem Spiel erfreut über seine Leistung, lobte aber im gleichen Atemzug auch seine Vorderleute die in Hälfte-Zwei kompakt agierten und es Ihm leichter machten sein Gehäuse dicht zu machen.

Nach der 45. Minute versuchten die Seebuben den Deckel drauf zu machen und den zwei Tore Vorsprung auszubauen. Meist stand Ihnen aber Gossaus Hüter Kindler im Weg und so dauerte es acht Minuten bis Sandro Gantner mit einem platzierten Distanzwurf verhindern kann das die Platzherren wieder aufschliessen können.

Spannende Endphase des Spiels    

Nach dem 26:23 durch Lechner, sechs Minuten vor Spielende schien es gelaufen. Beim Handball kann es aber schnell gehen, zwei unachtsame Geschenke der SG verwertete der kräftige Deutsche Linde und stand es nur noch 26:27 für die SG Wädenswil/Horgen. In dieser wichtigen Phase zeigte ausgerechnet Schuler mit einem sehenswerten Treffer von Rechtsaussen wie nervenstark und selbstsicher er im Vergleich zu letzter Saison geworden ist.

Neun Siege in Serie, was ist die Erklärung zum besten Saisonstart in der NLB seit Bestehen des Vereins, nachgefragt bei Erfolgscoach Milicic. „Die neun ist für mich nur eine Zahl, die 1 und die 2 sind am Saisonende das was zählt. Natürlich bin ich stolz auf meine Spieler, die vor allem in der letzten Saison an sich gewachsen sind weshalb sie auch in knappen Situationen abgeklärt handeln können. Wir arbeiten in jedem Training hart und versuchen jede noch so kleine Baustelle aus dem Weg zu räumen. Am Ende sollte es wie in einem Puzzle aufgehen.“

Hans Stapfer

TSV Fortitudo Gossau – SG Wädenswil-Horgen (57)

NLB: TSV Fortitudo Gossau – SG Wädenswil-Horgen 26:28 (17:15)

Buechenwald Gossau 300 Zuschauer; SR Fallegger/ Leu. – Torfolge: 1:3, 5:6, 9:9, 13:11, 16:13, 17:15, 19:21, 22:24, 23:26, 26:28.- Strafen: 8 x 2 Minuten gegen Gossau (rote Karte Schiller 3×2), 2 x 2 Minuten gegen SG Wädenswil/Horgen.

Auszeit: Gast 26. (16:13), Heim, 29. (16:14), Heim 50. (23:24), Gast, 55. (23:26), Heim 60. (26:27).

SG Wädenswil-Horgen: Andrjia Kasalo 1 – 22(3 Paraden), Yves Imhof (9 Paraden); Fabian Pospisil (1), Sandro Gantner (8/4), Luzian Lechner (2), Daniel Gantner (2), Simon Gantner (3), Pascal Gantner (2), Yanick Schuler (3), Adrian Karlen (2), Nico Wolfer (3), Simon Kälin (2), Jerome Zuber.

TSV Fortitudo Gossau: Busa 1-36 (6 Paraden), Niedermann (1 Siebenmeter), Kindler (8 Paraden); Linde (4), Manser, Inauen, Amman (1), Bischofberger, Schiller (2), Bucher (1), Bammert (3), Rügge, Schneider (2), Zeller (3), Brülisauer, Lind (10).

SG Wädenswil/Horgen ohne Wünsch, C. Gantner verletzt, Pospisil angeschlagen.

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