Aufholjagd mit Punkt belohnt
Die SG Wädenswil/Horgen zeigte eine beeindruckende Moral und belohnte sich 19 Sekunden vor dem Schlusspfiff mit dem Ausgleich durch Stefan Burgherr zum Endstand von 32:32. Dieser Treffer bedeutete nicht nur den verdienten Punktgewinn, sondern sorgte auch für ausgelassene Stimmung in der Glärnischhalle.
Jann Bamert führte Regie
Das Spiel war geprägt von dramatischen Wendungen. Die Hausherren lagen zu keinem Zeitpunkt in Führung und mussten in der 47. Minute einen Rückstand von vier Toren verkraften. Noch drei Minuten vor Ende betrug der Rückstand drei Treffer. Doch die Unterstützung der 300 Fans in der Halle trieb die SG-Spieler immer wieder nach vorn. Der Ausgleich lag mehrfach in der Luft, wollte jedoch lange nicht fallen.
Als die Schiedsrichter in der 59. Minute einen umstrittenen Strafwurf gegen die SG Wädenswil/Horgen verhängten, schien das Spiel verloren. Doch wie zuvor Sokcevic in der 50. Minute, parierte diesmal der eingewechselte Cachin den Strafwurf. Im Anschluss erzielte Burgherr mit seinem fünften Treffer den Ausgleich und brachte Spieler und Fans zum Jubeln. Damit wurde ein wichtiger Punkt im Abstiegskampf gesichert.
Der Transfercoup, der den Verantwortlichen buchstäblich in letzter Sekunde gelang, verlieh dem Heimteam von Beginn an mehr Tempo, eine bessere Spielverteilung und zusätzliches Selbstvertrauen. Jann Bamert und Luigj Quni, beide mit SG-Vergangenheit und QHL-Erfahrung bei GC Amicitia, brachten frischen Wind ins Spiel. Zwar lief nicht alles nach Plan – drei Siebenmeter wurden verworfen und auch im Abschluss gab es einige Fehler –, doch mit fortschreitender Spielzeit wurde das Spiel der SG immer flüssiger.
Stefan Burgherr sorgte für den Ausgleichstreffer 19 Sekunden vor Ende
Zu Beginn glänzten Biffiger und Stirnimann von rechts mit jeweils drei Treffern. Auch die eingewechselten Spieler wie Burgherr, Döbbeling oder Kälin zeigten eine starke Leistung und gaben das Spiel nie verloren. Unter der Regie von Bamert, der die entscheidenden Pässe verteilte, konnten alle zwölf eingesetzten Angreifer Treffer erzielen. Die geschlossene Teamleistung und etwas Glück sorgten am Ende für die Punkteteilung, die für die SG wichtiger ist als für das Team des ehemaligen, sehr erfolgreichen Trainers der Seebuben, Predrag Milicic.
Die HSG Baden-Endingen, selbst ernannter Aufstiegskandidat, liegt nach etwas mehr als der Hälfte der Saison auf Rang sechs der Tabelle. Für Trainer Milicic dürfte es schwer werden, mit seinem Team noch den Sprung in die Aufstiegsrunde zu schaffen.
Bereits am kommenden Mittwoch steht für die SG Wädenswil/Horgen die nächste Runde in Genf an. Die Genfer haben sich zu einem Spitzenteam entwickelt und werden für die SG-Spieler eine echte Herausforderung darstellen, zumal sie unter der Woche zu Hause selten als Verlierer vom Platz gehen.
Hans Stapfer
Gross die Freude bei Spieler und Trainer-Staff Karsten Schneider und Toni Kern
Telegramm: SG Wädenswil/Horgen – HSG Baden-Endingen (13:16) 32:32
SGHW: Cachin 30-47, 52-60, (7P/39%), Sokcevic (8P/28%); Döbbeling (3), Pospisil (1), Stirnimann (3), Biffiger (4), Kälin (5/2), Quni (3/1), Burgherr (5), Schuler (2), Pfister, Bamert (2), Wolfer (2), Kuzma (1), Rehmann (1).
Strafen: 2×2 Minuten Heim, 6×2 Minuten Gast.
Best Player SG Wädenswil/Horgen, Stefan Burgherr mit 100% Auswertung
