Spielbericht NLB: SG Wädenswil/Horgen – Handball Bern

Datum: 29.03.2026

Wädenswil/Horgen verpasst Ligaerhalt gegen Bern

Verpasste Chance auf den Ligaerhalt

Auch wenn fünf Runden vor Saisonende noch nicht ganz alles entschieden ist, verpassen die Seebuben in der Horgner Waldegg mit der klaren 25–32 Niederlage gegen Handball Bern eine der letzten Gelegenheiten, den Ligaerhalt noch aus eigener Hand zu bewerkstelligen.

 

Nico Wolfer mit 7 Treffern bester Werfer des Heimteams

Stimmung und Erwartungen in der Waldegg

Die Waldegg, in der die SG vor nicht allzu langer Zeit zwei Mal knapp den Aufstieg in die höchste Liga verpasste, glänzte mit ihrem neuen blauen Boden. Die Zuschauerränge waren mit fast 500 Zuschauern gut gefüllt und es war eigentlich alles angerichtet, um endlich wieder einen Heimsieg einzufahren. Man kann den Akteuren, zumindest in den ersten 30 Minuten, nicht vorwerfen, alles versucht zu haben, um den drohenden Abstieg in die 1. Liga zu verhindern. Dennoch muss man ehrlich sagen, dass die Qualität der Spieler auch gegen vermeintlich schwache Berner nicht ausreichte. Vom Tempo, das die Berner an den Tag legten, waren die SG-Spieler oft überfordert; zudem vergaben sie in besten Abschlusspositionen, patzten bei Strafwürfen und auch einfache schnelle Tore blieben Mangelware. Die SG zählt im Angriff zu den langsamsten Teams der Liga und ist daher meist darauf angewiesen, den Erfolg im Positionsspiel zu suchen.

Spielverlauf und entscheidende Phasen

Von Beginn an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, den das Heimteam bis kurz vor der Pause ausgeglichen gestalten konnte. Nico Wolfer, mit sieben Treffern BestPlayer des Heimteams, traf mit einem Distanzwurf in der 25. Minute zum 14:14 in die Maschen der Berner, die bis zur Pause noch zwei vorlegen konnten.

 

Linkshänder Francesco Biffiger wurde meist eng gedeckt

Mit einem technischen Fehler und einem Fehlwurf eröffnete das Heimteam die zweiten 30 Minuten. Die Gäste vergrößerten den Abstand auf drei Tore, dennoch konnte Pospisil in der 38. Minute noch einmal zum 19:19 ausgleichen. Weiterkämpfen war die Devise, und bis zur 47. Minute blieb noch alles offen. Stirnimann, Biffiger und Wünsch gelang es jeweils, den Abstand auf zwei Treffer zu verkürzen. Doch dann brach der Widerstand ein. Ohne schnelle Tore fanden die SG-Angreifer gegen die offene Deckung der Berner kein Mittel, und als Döbbeling für das Heimteam nach langen Minuten ohne Treffer zum 24:30 einschoss, waren die Felle schon lange davongeschwommen.

Stimmungsbild und Ausblick

In den Minuten bis zum erlösenden Schlusspfiff merkte man den Spielern, Verantwortlichen, aber auch den Zuschauern, die ihr Team, während 50 Minuten nach vorn peitschten, an, dass sie spürten, dass eine Ära in der NLB langsam endet.

SG WädenswilHorgen - Handball Bern (2)

Bereits am Donnerstag vor Ostern steht für die SG das nächste wichtige Spiel in Schaffhausen an. Mit Blick auf die verbleibenden vier Runden bleibt zu hoffen, dass die SG zumindest ihr Gesicht wahren kann und sich mit einer kämpferischen Leistung aus der Saison verabschiedet.

Hans Stapfer

 

Luigj Quni, nach Weihnachten zum Team gestossen erzielt den letzten Treffer des Abends

28.03.2026 18.00  Waldegghalle Horgen / 480 Zuschauer / SR. Hardegger, Hardegger

Telegramm: SG Wädenswil/Horgen vs. Handball Bern  (14:16) 25:32

SGHW: Cachin 1-41(9P 32%), Sokcevic (2P/17% – 1×7 Meter); Döbbeling (2), Pospisil (4), Stirnimann (3), Biffiger (3), Cuoni (2), Zollinger, Buob, Kälin, Burgherr, Schuler, Pfister,  Wünsch (4), Wolfer (7), Rehmann. 

Strafen: 2×2 Minuten für beide Teams, Verworfene 7 Meter SG 2, Bern 1.

Best Player; Handball Bern, Luc Stettler /  SG Wädenswil/Horgen, Nico Wolfer.