Spielbericht NLB: SG TV Birsfelden – SG Wädenswil/Horgen

Datum: 22.02.2026

SG in Birsfelden Chancenlos

Nach der zweiten Niederlage innerhalb von nur vier Tagen, jeweils mit einem Rückstand von zehn Toren, spitzt sich die Lage am Tabellenende für die SG weiter zu. Lediglich die am Tabellenende platzierten Berner haben noch weniger Punkte auf dem Konto, allerdings auch ein Spiel weniger absolviert.

Ist das Pulver der beiden Neuen Luigj Quni und Jann Bamert bereits verpufft?

Trainer Karsten Schneider zur Situation

Trainer Karsten Schneider beschreibt die aktuelle, schwierige Ausgangslage seines Teams. Zu den ohnehin schon langzeitverletzten Spielern Jerome Zuber, Stian Grimsrud, Tim Wünsch und Björn Buob gesellte sich nun auch noch Nico Wolfer. Weiterhin ist Fabian Pospisil seit Saisonbeginn angeschlagen und kann nur kurz eingesetzt werden. Das bedeutet, dass der Grossteil des Kaders auf der Tribüne sitzt. Zwar versuchen die beiden Neuzugänge Bamert und Quni alles, um dem Team zu helfen, allerdings benötigen sie noch Zeit für die Eingewöhnung – Zeit, die der Mannschaft aktuell fehlt. Erschwerend kommt hinzu, dass einige Angriffsspieler in der Verteidigung ausgewechselt werden müssen, was es nahezu unmöglich macht, ein schnelles Spiel aufzuziehen.

 

Jann Bamer vertritt Stian Grimsrud auf überzeugende Weise

Spiel der vergebenen Chancen

Zu Beginn des Spiels in der Sporthalle Birsfelden sah es für die Gäste noch vielversprechend aus: Burgherr und Biffiger starteten mutig und sorgten für einen 5:5-Ausgleich nach sieben Minuten. Danach folgten jedoch sieben Pfostentreffer, ein halbes Dutzend vergebener Würfe aus besten Positionen sowie ein verpasster Siebenmeter von Kälin in der 20. Minute. Vor der Pause, in Überzahl agierend, kassierten die Gäste zwei Gegentore, und mit der Sieben-gegen-Sechs Variante nochmals zwei. Kurz vor dem Pausenpfiff gelang Döbbeling immerhin noch das 19:13 und damit eine Verkürzung des Rückstands auf sechs Tore.

Herausragende Einzelakteure, fehlende Geschlossenheit

 

Stefan Burgherr kämpfte bis zum Schluss vorbildlich

Nach der Pause war es bezeichnenderweise Stefan Burgherr aus der zweiten Mannschaft, der als fast Einziger mit Herzblut auftrat und versuchte, das Spiel zu wenden. Er wurde am Ende zum zweiten Mal in Folge zum Best Player gewählt und erzielte acht Treffer, dicht gefolgt von Jann Bamert, der sieben Mal erfolgreich war. Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt: Das oft zitierte Herzblut fehlte bei vielen Spielern, und obwohl die Torhüter – zunächst Cachin und in der zweiten Halbzeit Sokcevic – einige Paraden zeigten, blieben sie gegen die Flügelspieler der Birsfelder meist machtlos. Mit zunehmender Spieldauer mussten die Gäste immer häufiger Treffer hinnehmen, was letztlich zu einer deutlichen 35:25-Niederlage führte.

Ausblick: Eine Herkulesaufgabe wartet

Trainer Karsten Schneider und der neue Regisseur Jann Bamert stehen vor einer grossen Herausforderung, wenn sie das Team noch aus der Negativspirale herausholen wollen.

Hans Stapfer

SG TV Birsfelden - SG WädenswilHorgen (2)

Telegramm: SG TV Birsfelden – SG Wädenswil/Horgen (19:13) 35:25

SGHW: Cachin 1-30, (7P/35%), Sokcevic (8P/40%); Döbbeling (2), Pospisil, Stirnimann (1), Biffiger (3), Zollinger), Quni (2), Kälin (2/1), Burgherr (8), Schuler, Pfister, Bamert (7/2),  Kuzma, Rehmann.  

Strafen: 8×2 Minuten Heim, 7×2 Minuten Gast, rote Karte 3×2 Quni.

Best Player SG Wädenswil/Horgen, Stefan Burgherr.