Knappe Entscheidung, die SG Wädenwil/Horgen steigt ab
In einem kämpferischen, harten Spiel fehlte der SG beim 27:27 1 Tor zum Sieg, der den Ligaerhalt gesichert hätte. Aber die Fehler dürfen nicht im heutigen Spiel gesucht werden, die Mannschaft zeigte Charakter und jeder Spieler zeigte den für ihn maximalen Einsatz, sodass sich ein gutes, emotionales und hartes Spiel gegen Stans entwickelte. Die Enttäuschung nach dem Spiel war gross, die Entscheidung war so knapp und das schmerzt.
Ungefähr ein Drittel der Zuschauer kamen vom Zürichsee. Herzlichen Dank für die Unterstützung, ihr habt den Spielern ein Heimspiel ermöglicht, das war genial und zeigt den starken Zusammenhalt, den es weiter braucht.
Der Start ins Spiel misslang der SG, jeder Schuss von Stans fand ins Tor und die SG biss sich an der harten Verteidigungsart des Heimteams die Zähne aus und die Nervosität zeigte sich in Ungenauigkeiten. Doch nach dem 5:1 konnte auch die SG mit der eingeschlagenen Gangart von Stans umgehen und griff nun in der Abwehr auch konsequenter zu. Vor allem aus dem Rückraum gelangen der SG die meisten der hart erarbeiteten Tore, der beste Schütze in der ersten Halbzeit war der vorbildlich kämpferische Tim Wünsch mit drei Treffern, das letzte zum Pausenstand von 11:10.
Nach der Pause konnte die SG mittels Penalty, verwertet von Malik Zollinger, erstmals ausgleichen, und so war das Spiel neu lanciert. Doch jeder Fehler im Angriff wurde von Stans ausgenutzt, die Verteidigungsarbeit war bei beiden Teams der Schlüssel zum Erfolg. Die SG hatte Mühe mit den starken Rückraumspielern von Stans, bei denen fast jeder Schuss ein Treffer war. Diese intensive Partie blieb spannend, weil beide Teams unbedingt den Sieg wollten und um jeden Ball kämpften. Als Luigj Quni in der 42. Minute der erneute Ausgleich zum 16:16 gelang, war es wieder eine Ungenauigkeit der SG, die Stans den zwei Tore Vorsprung ermöglichte. Doch die SG kämpfte sich zurück, mit einem überragenden Luigj Quni in den letzten zwanzig Minuten, doch mehr als zum Ausgleich reichte es nie. Und so viele Tore wie in den letzten Fünf Minuten gab es im ganzen Spiel nicht. Bei Stans brillierte Fernando Skrebsky mit drei Treffern innerhalb von zwei Minuten und bei der SG verteilten sich die Tore auf vier Spieler. Fabian Posposil traf aus dem Rückraum, Yanick Schuler verwertete einen Gegenstoss und Nico Wolfer traf ebenfalls vom Rückraum. Die Spannung war enorm, der Ausgleich von Luigj Quni nach einer Balleroberung bei Manndeckung fiel 4 Sekunden vor Schluss. Mehr war heute nicht zu erreichen.
Die Enttäuschung war riesig, denn nun war sicher, dass die Mannschaft in die 1.Liga absteigen muss. In dieser Verfassung, wie sich die Mannschaft in den letzten Spielen gezeigt hat, ist sie sicher NLB‑würdig. Aber leider gab es davor zu viele Spiele, bei denen zu viele Möglichkeiten liegen gelassen wurden.
NLB: BSV Stans: SG Wädenswil/Horgen. 27:27 (11:10)
Stans Eichli, 768 Zuschauer, SR Marco Brüstle/ Yannick Reimann
Strafen: Stans 3 x 2 Minuten, SG 2 x 2 Minuten
Best Player: Stans Fernando Skrebsky, SG Luigj Quni
BSV Stans: Julian Estermann (12% gehaltene Bälle), Robin Aschwanden (17%); Levi Wey, Pascal Achermann, Axel Simak (1), Livio Wanner, Nando Kuster (4/4), Ramon Ettlin, Devin Lang (7), Arthur Overby (1), Franco Inderbitzin (2), Luca Standelmann (1), Dominik Schnetzler, Alex Meier (1), Pascal Heller, Fernando Skrebsky (10)
SG Wädenswil/Horgen: Philippe Cachin, Luka Sokcevic (15%); Julian Döbbeling, Fabian Pospisil (3), Janis Stirnimann (2), Francesco Biffiger (4), Malik Zollinger (4/4), Luigj Quni (4), Yanick Schuler (2), Urs Pfister, Tim Wünsch (3), Nico Wolfer (3), Lino Wiederkehr, Björn Buob (2), Timon Rehmann, David Kälin

