Derbysieg geht mit 29:23 an die SG Wädenswil/Horgen
Rund 500 Zuschauer wollten sich das Spektakel, trotz Corona Virus, in der Waldegg nicht entgehen lassen. Die Begegnung hielt dann auch, was man von einem Derby erwartete. Die beiden Teams lieferten sich von der ersten bis zur letzten Minute einen spannungsgeladenen Spitzenkampf. Natürlich auch geprägt von Emotionen, anfänglichen Unsicherheiten, herrlichen Treffern und herausragenden Torhüterleistungen.
„Christian Rieger, Verwaltungsrat Präsident der GS Players AG zeigte sich nach dem Spiel trotz der Niederlage vom Handballspektakel in der Waldegg begeistert. Ich habe in meiner besten Zeit in Horgen gespielt, in mir schlagen eigentlich zwei Herzen, deshalb hoffe ich immer auf ein Unentschieden. Man merke es beiden Teams an das es um mehr als nur zwei Punkte ging, dem entsprechen Nervös war auch die Anfangsphase des Spiels. Ich wünsche mir eigentlich dass beide Teams in die Playoffs kommen und wir zusammen noch ein paar Derbys austragen können.»
Zum Spielverlauf:
Bis zur 20. Spielminute blieb das Geschehen in der Waldegg ausgeglichen, das änderte sich als Tim Rellstab mittels sieben Meter das Heimteam mit dem 10:9 in Führung schoss. Bis zum Seitenwechsel bauten die Platzherren die Führung kontinuierlich auf 15:10 aus und auch nach der Pause, bis zur 40. Minute blieb der Vorsprung bei vier Treffern 19:15 bestehen. Stäfa war aber bei weitem noch nicht geschlagen, sonst wäre es ja auch kein Derby. Zehn schwache Minuten der SG, in denen Murbach auch noch einen Strafwurf parierte reichten den Gelb-Schwarzen durch zwei Treffer von Sarac vom Punkt, Brunner aus dem Rückraum und Barth vom Kreis, in der 49. Minute das Geschehen wieder auszugleichen. Beim Stand von 20:20 konnte das Derby also wieder von vorne beginnen.
Um ein so knappes Spiel zu gewinnen braucht es herausragende Leistungen einzelner Akteure und
diese waren heute auf Seiten des Heimteams. Dominierte in der ersten Spielhälfte vor allem Fabian Pospisil mit sechs Treffern im Angriff, so stach im Kasten des Heimteams mit 42 Prozent gehaltenen Bälle, der eigentliche Matschwinner, Andrija Kasalo heraus. Erfreuliches zeigten nach dem Ausgleich auf beiden Seiten die Jungen. Auch hier hatte das Heimteam die besseren Karten. Nachwuchsstar Tim Rellstab aus dem Rückraum und Luzian Lechner der unermüdliche Kämpfer drehten das Spiel noch einmal zu Ihren Gunsten. Unterstützt wurden Sie dabei ausgerechnet vom Abwehrchef der SG Pascal Gantner. Trainer Predrag Milicic gab Ihm in der Schlussphase das Vertrauen, setzte Ihn am linken Flügel ein und dieser bedankte es mit vier herrlichen Treffern die schlussendlich den Stäfnern den Kopf kosteten.
„Predrag Milicic, der Trainer der SG Wädi/Horgen war nach dem Spiel überzeugt das die Zuschauer in der volle Halle das Heimteam beflügelte und für die Ungeschlagenheit in der Waldegg seit Dezember 2018 mitverantwortlich sei. Mein Team hat in dieser Saison viel dazu gelernt, auch aus der unnötigen 33:32 Niederlage vor einer Woche gegen den neuen Leader Möhlin. Wir haben in der Vorbereitung Teams wie GC Amicitia und Kriens Luzern geschlagen, meine Spieler wissen dass mit Willen und Fleiss alles möglich ist. Jetzt geniessen wir zuerst den Derbysieg, gehen dann aber bereits den nächsten Spitzenkamp gegen Gossau an.»
Nationalliga B: SG Wädenswil/Horgen – Handball Stäfa 29:23 (15:11)
Waldegg Horgen. 480 Zuschauer. SR Haldemann Nils, Neumann Markus .
Torfolge: 3:1, 4:4, 4:6, 7:7, 9:9, 15:10, 17:12, 19:15, 20:20, 23:21, 27:22, 29:23.
Strafen: 3×2 Minuten SG Wädi/Horgen, 4×2 Minuten Handball Stäfa.
SG Wädenswil/Horgen: Kasalo/Steiner45-52; Gantner P. (4), Gantner Sa. (4/2), Gantner Si. (1), Kälin (1), Karlen (3), Lechner (3), Pospisil (6), Rellstab (6/1), Wolfer (1), Kummer, Schuler.
Handball Stäfa: Murbach, Frei 24-38; Bächtiger (1), Affentranger, Ardielli, Maag (1), Vernier (2), Brunner (6), Schwander, Sarac (8/5), Leopold (1), Barth (1), Fukuda (3).
Bemerkungen: Frei hält 7-Meter von Sandro Gantner 27. Minute, Murbach hält 7-Meter von Rellstab 43. Minute. Auszeit: SG Wädi/Horgen: 28. (15:11), 45. (20:19). Stäfa: 14. (7:7), 24. (14:10), 54. (25:22).
29.02.2020 / HS
