Spielbericht Frauen, 2. Liga: SG Wührenlingen Whales – SG Zürisee

Datum: 10.12.2025

Starke Teamleistung entscheidet Spitzenspiel zugunsten der SGZ

Zum zweiten Mal in dieser Saison traf die SG Zürisee auf die SG Würenlingen Whales – erneut ein Spitzenkampf gegen ein tabellenführendes Team. Im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen hatten die Zürisee Damen jedoch inzwischen neun Spiele absolviert, ihr Zusammenspiel deutlich gefestigt und durch zahlreiche Siege das nötige Selbstvertrauen aufgebaut. Entsprechend zuversichtlich reisten sie an, um diesmal die zwei Punkte mitzunehmen.

Das Spiel begann ausgeglichen, doch die Verbesserungen zur ersten Partie waren klar erkennbar: Während Würenlingen im Hinspiel vor allem mit schnellen Gegenstosstoren gefährlich wurde, gelang es der SG Zürisee diesmal, viele dieser Pässe abzufangen und die direkten Gegentore zu verhindern. Auch im Zusammenspiel trat das Team mit einer Coolness auf, die im ersten Duell noch gefehlt hatte. Ab der 10. Minute konnten sich die Zürisee Damen erstmals absetzen und die Führung bis zur Pause behaupten. Der Halbzeitstand lautete 13:17 für die SG Zürisee.

SG Würenlingen Whales - SG Zürisee (2)

Nach der Pause fokussierten sich die Zürisee Damen, wie bereits in früheren Spielen, besonders auf die ersten acht Minuten, um den Vorsprung zu stabilisieren. Dies gelang gut, und die Führung blieb bestehen. Ab der 50. Minute jedoch drohte das Spiel zu kippen. Überhastete Abschlüsse und leichte Fehler verhalfen Würenlingen zu schnellen Ballgewinnen, von denen besonders die rechte Flügelspielerin der Gastgeber profitierte. So konnten die Spielerinnen aus Würenlingen bis auf zwei Tore verkürzen.

Eine starke Leistung zeigte Torhüterin Julia Stahel, die im Zusammenspiel mit der gut organisierten Verteidigung über 50 Minuten 37 % der Würfe parieren konnte. Diese Stabilität in der Abwehr hielt die SG Zürisee im Spiel und motivierte das Team, im Angriff weiter konsequent abzuschliessen. Für die letzten zehn Minuten entschied Torhütertrainer Christian, auf der Torhüterinnenposition zu wechseln – ein Wechsel, der sich auszahlen sollte.

Die Schlussphase wurde zu einem echten Nervenspiel. Würenlingen blieb bis zum Ende mit ein bis zwei Toren dran, der Druck stieg. Beim Spielstand von 34:35 erhielt Würenlingen in den letzten zehn Sekunden einen Penalty und damit die Chance auf den Ausgleich. Torfrau Josephine Rhode parierte den freien Wurf und sicherte der SG Zürisee damit den hart erkämpften Sieg.

Das gesamte Team stürmte jubelnd auf sie zu – ein emotionaler Abschluss eines intensiven und spannenden Spiels. Mit diesem Erfolg sichern sich die Zürisee Damen einen Platz weit oben in der Tabelle. Der Sieg war das Resultat einer geschlossenen Teamleistung, des sichtbar erarbeiteten Zusammenspiels und der starken Tagesform beider Torhüterinnen.

 

Die SG Zürisee erhöhte das Tempo, spielte konzentrierter und liess den Gegnerinnen immer weniger Raum. Ob Goalieparaden, Ballgewinne oder schnelle Gegenstösse – die Blau-Weissen hatten das Spiel immer besser im Griff. Mit einem starken Schlussspurt in der ersten Halbzeit erspielten sie sich eine komfortable 22:15-Führung.

Nach der Pause wird es nochmals spannend

Nach dem Seitenwechsel geriet der Angriff der SG Zürisee noch einmal ordentlich ins Stocken.

Bis zur 45. Minute fanden gerade einmal drei Bälle den Weg ins gegnerische Netz.

Coach Gerda nahm die Verantwortung dafür nach dem Spiel auf seine Kappe:

«Das nehme ich auf meine Kappe. Ich habe mit vier Rückraumspielerinnen spielen lassen. Der Hauptgrund dafür war, dass wir nur mit einer Kreisläuferin antreten konnten. Kaya musste die ersten 30 Minuten komplett durchspielen, deshalb wollte ich ihr eine Pause geben. Wir hatten diese Variante in den Freundschaftsspielen bereits erfolgreich getestet, heute hat sie die Spielerinnen aber eher verunsichert.»

Die Reaktion folgte prompt. Zurück zur klassischen Variante mit Kreisläuferin – und der Angriff kam wieder ins Rollen. Die SG Zürisee fand zurück zu ihrem Rhythmus und brachte den Sieg souverän über die Zeit.

Am Ende steht ein 34:25 auf der Anzeigetafel und damit die ersten beiden Punkte der Saison!

Flügelspielerinnen mit starker Quote

Besonders erfreulich: 50 Prozent aller SGZ-Tore wurden über die Flügel erzielt – und das mit einer Trefferquote von fast 90 Prozent. Ein starkes Zeichen für das Tempo und die Qualität auf den Aussenpositionen.

Der Saisonstart ist damit geglückt. Gleichzeitig hat das Spiel gezeigt, dass noch nicht alles rundläuft. Genau daran gilt es in den kommenden Trainings zu arbeiten.

Bereits nächste Woche wartet die nächste Herausforderung. Dann geht es auswärts gegen die SG Wyland I.

Nächster Gegner. Nächste Chance. Nächster Schritt.

TV Witikon 1 - SG Zürisee (74)

Ladina Kägi