Handballer verpassen Saisonstart gegen Emmen deutlich
Bei Spielende musste das vollzählig angetretene Heimteam froh sein, nicht zum Saisonstart ein „Stängeli“ kassiert zu haben. Mit 28:37 fiel die Niederlage trotzdem klar aus, was auch damit zu tun hat, dass die Spieler nach der letzten Führung durch Zubers verwandelten 7-Meter zum 25:24, in der 41. Spielminute den Faden komplett verloren.
Zur Pause sah alles noch nach einem Saisonstart nach Maß aus. Das Heimteam führte meist mit einem bis drei Toren Unterschied und musste sich höchstens den Vorwurf gefallen lassen zu viele Tore zu kassieren. Wieder mal mit einem Distanzwurf aus 10 Metern zum 18:17, schaffte es der Emmener Rohr, sein Team zur Pause in Führung zu schießen. Bis dahin führten die Seebuben grösstenteils, begingen aber zu viele Fehler im Angriff und mussten die frech aufspielenden jungen Gäste deshalb immer wieder herankommen lassen.
Der von Kriens zur SG gestoßene Kreisläufer und neue Abwehrchef, Björn Buob meinte nach dem Spiel im Interview; Eigentlich hatte ich nach dem letzten Vorbereitungsspiel gegen Kreuzlingen ein gutes Gefühl, auch wenn wir zusammen erst drei Spiele ausgetragen haben.
Was lief schief?
Ganz einfach, wir hatten einen Game-Plan, doch alles, was wir uns vorgenommen hatten, lief überhaupt nicht. Nach der Pause wollten wir aggressiver verteidigen, was uns leider überhaupt nicht gelungen ist.
Björn Buob mit seinem ersten Treffer für die SG Wädenswil/Horgen, Röttges Nr. 8 kann nur zuschauen.
Dennoch zeichnete sich bis zur 41 Minute keine Niederlage ab. Keinem Team gelang es, sich entscheidend abzusetzen, bis zur 43. Minute, als SG Wädenswil/Horgen Spielmacher Fabian Pospisil und der erstmals im SG-Dress auflaufende Roman Sidorowicz sich einige Fehler leisteten, die die Gäste innert weniger Minuten nutzten, um mit 30:25, vorentscheidend in Führung zu gehen.
Vor allem die jungen Rückraumschützen Wolfisberg mit neun und Sigrist ebenfalls mit neun Treffern zeigten, weshalb sie bereits mit Ihren 18 und 19 Jahren im Kader von Kriens in der Quickline Handball Liga spielen.
Mit einer solchen Niederlage hatte niemand zu Saisonbeginn gerechnet, vor allem auch Björn Buob nicht.
Es gibt schon große Unterschiede von der NLA zur NLB. Der Spielaufbau ist komplett anders, wir spielten in Kriens mehr in Kleingruppen und es war viel Individualität gefragt, hier in der NLB spielen wir mehr mit Spielzügen von A-Z. Was auch gut klappen kann, wir sind aber momentan noch zu wenig eingespielt, um damit zum Erfolg zu kommen.
Abstimmung und Aggressivität in der Verteidigung fehlte ebenso wie etwas mehr Präzision oder Glück im Abschluss. Die Angriffsleistung war aber alles in allem OK, wenngleich im Tempospiel noch Luft nach oben ist. Es wird sicher noch einige Spiele dauern, bis Trainer Predrag Milicic seine Jungs zu einer Einheit geformt hat, er weiß aber zumindest, wo er anpacken muss.
Bereits in einer Woche in Wädenswil geht die Saison in die zweite Runde, die Jungs haben dann die Chance das letzte Spiel vergessen zu machen.
Nico Wolfer der großgewachsene Rückraumspieler der SG erzielte acht Treffer.
NLB, SG Wädenswil/Horgen – Handball Emmen 28:37 (17:18)
Sonntag, 03.09.23 / 16.00 Waldegg Horgen / 250 Zuschauer
SR: Möri / Zaugg
Strafen: Emmen 2 x 2 Minuten
Spielverlauf: 4:4, 8:7, 12:9, 13:15, 17:18, 21:19, 23:24, 25:25, 25:30, 27:35, 28:37.
SG Wädenswil/Horgen: Steiner 1-20,30-52 (26%), Chachin (34%); Döbbeling, Gantner D. (1), Karlen (3), Pospisil (2), Schuler (2), Wolfer (8), Zuber (6/2), Sidorowicz (3/1), Wünsch, Gorle, Buob (3).
Handball Emmen: Amrein 1-22 (23%), Servalli 22-58 (48%), Rast (50%); Aellen (1), Röttges (2), Wolfisberg (9), Gavranovic (3), Flückiger, Lang (3), Rohr (3), Weingartner (1), Male (1), Sigrist, Dürger (3), Sigrist L. (9), Buholzer (2).
Best Player: Emmen Nr. 74 Luca Sigrist, SG Nr. 29 Nico Wolfer

