NLB: SG Wädenswil/Horgen – Handball Stäfa 17.10.2020

Datum: 18. Oktober 2020

Derbysieg geht mit 36:31 an den Tabellenführer

Die Stäfner gewinnen zwar die zweite Halbzeit mit 15:9 doch den Gesamtsieg holen sich die Gastgeber mit 36:31. Die Spieler der SG Wädenswil/Horgen legten den Grundstein zum klaren Sieg im ersten Spieldrittel. Bereits in der 21. Minute verwandelte Sandro Gantner seinen zweiten Strafwurf im Stäfner Gehäuse zum 19:9. Der zehn Tore Vorsprung schrumpfte zwar in der besten Phase der Stäfner, in der 54. Minute nach dem Treffer von Nishida Yuki auf 33:29.  Mehr liessen die Gastgeber und NLB Leader vom linken Seeufer aber nicht zu.

Es gibt viele Parallelen bei unsern Teams bemerkten die beiden Trainer Philipp Seitle und Predrag Milicic vor dem Spiel. Für mich ist der größte Unterschied der, das ich heute an der Seitenlinie stehe und nicht wie früher in Horgen auf dem Feld so geht es sicher auch meinem Gegenüber Predrag der jahrelang für Stäfa auf dem Feld stand. Philipp bemerke auch das beide Vereine mit Herzblut fast Familiär geführt werden und auf eigenen Nachwuchs setzen. Hier ist uns die SG Wädi/Horgen allerdings um drei Jahre voraus. Um das Spiel in der Waldegg Arena zu gewinnen brauchen meine jungen Spieler einen perfekten Tag, darin sind uns die Gastgeber mit Ihrer Routine einen Schritt voraus, zudem spielen sie einen temporeichen, modernen Handball der es für alle NLB Teams schwer macht in den Tritt zu finden.

Horgens Coach Milicic meinte zur Favoritenrolle, es ist ein Derby und wie im Cup kann es immer Überraschungen geben, die Stimmung und Unterstützung von den Rängen in der Halle hat meine Mannschaft aber schon mehrmals beflügelt und ich hoffe wir werden unsere Ungeschlagenheit in der Waldegg seit Dezember 2018 auch heute waren.

Zum Spielverlauf:

Beflügelt starteten die Platzherren dann auch ins Spiel, angetrieben von Ihren Fans in der vollen Halle in der es für einmal, Corona bedingt, nur Sitzplätze gab. Trotz zwei ausgelassenen Torchancen zu Spielbeginn legten die Gastgeber in der sechsten Minute nach einer Dublette von Simon Gantner auf 4:2 vor was Seitle bewog bereits eine erste Auszeit für sein Team zu nehmen. Die zweite folgte dann auch bald, nämlich in der 15. Minute. Alles zureden, Torhüterwechsel und Deckungsumstellungen halfen den Gelbschwarzen nicht, sie bekamen einfach keinen Zugriff zum Spiel und lagen bereits mit 13:7 in Rückstand. Dieser wuchs bis zur Halbzeitpause noch an auf 21:12.

Mit Ramon Kusnandar im Tor findet Stäfa den Tritt.

Mit der Einwechslung des jungen Hüters Kusnandar (15 Jährig) finden die Gäste wieder zurück ins Spiel. An aufgeben denkt man bei einem Derby nicht, Stäfa kämpft und drückt jetzt selber aufs Tempo. Es gelingt ihnen den Rückstand auf sechs Tore zu verkürzen und nach Fehlwürfen und Unachtsamkeiten der Hausherren gelingt es dem treffsichern Nishida Yuki das Score sogar auf vier  zu verkürzen. Aber auch die SG besitzt  mit dem 203 cm großen Tim Rellstab einen Jungstar, der mit einer Doppellizenz beim Tabellenführer der NLA, dem HC Kriens-Luzern bereits für Aufsehen sorgt. Mit seinem Treffer vor der Halbzeit und den sechs Toren in den zweiten Dreißig Minuten sorgte er dafür dass die Platzherren nie um den Sieg zittern mussten.

SG Wädenswil-Horgen - Hanball Stäfa (54)

Ehre wem Ehre gebührt

Stäfas Torhüter Ramon Kusnandar welcher mit seinen Paraden die Gelbschwarzen wieder ins Spiel brachte wurde zu Recht zum Best Player seines Teams gewählt.

Alles überragender Spieler an diesem Abend war aber eindeutig der Best-Player und Spielmacher des Heimteams, Simon Gantner mit fünf Treffern.

Simon Gantner, am Vortag Geburtstag und Geburt deines ersten Kindes, einem Stammhalter, heute das Derby gewonnen, die Tabellenspitze gefestigt und zum Best Player gekürt – wie fühlt man sich da? „Ich bin über und über glücklich, es ist sicher der bisherige Höhepunkt meines Lebens was da gerade abläuft und ich möchte mich bei allen Fans für die gute Stimmung bedanken, bei meinen Mitspielern und besonders bei unserem heutigen Gegner, dem Team von Stäfa die mir alle persönlich gratuliert haben und gegen die wir einen spannenden, harten aber immer fairen Kampf bieten konnten.“

 

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