Spielbericht Frauen, 2. Liga: Handball Emmen – SG Zürisee

Datum: 29.09.2026

Starke erste Halbzeit sichert SGZ-Damen souveränen Auswärtssieg

Mit einer konzentrierten ersten Halbzeit legen die Damen der SG Zürisee den Grundstein für einen deutlichen 39:27-Auswärtssieg gegen Emmen. Damit bleibt die SGZ auch nach vier Spielen ohne Verlustpunkt und steht weiterhin an der Tabellenspitze.

Eine neue Routine in der Spielvorbereitung zeigte Wirkung: Die Damen der SG Zürisee starteten konzentriert und entschlossen in die Partie gegen den letztjährigen Absteiger aus der 1. Liga. Bereits nach 15 Minuten führte die SGZ mit 11:5.

Einziger Wermutstropfen des erfolgreichen Abends: Torfrau Michelle Ingold verletzte sich bereits beim Einwerfen am Fuss und konnte danach nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen.

Konzentriert von der ersten Minute

Mit sechs Punkten aus den ersten drei Spielen war der Saisonstart zwar optimal, ganz zufrieden war der Trainerstaff jedoch mit den Anfangsphasen der bisherigen Partien nicht.

„Wir hatten immer etwas Mühe, in die Spiele reinzukommen. Handball spielen können die Damen auch von der ersten Minute an – die Konzentration stimmte einfach noch nicht ganz“, erklärt Co-Trainer Andi.

Deshalb wurde die Routine vor dem Anpfiff etwas angepasst. Mit Erfolg: Ab dem Startpfiff präsentierte sich die SGZ hellwach und setzte die Vorgaben konsequent um. Nach knapp 20 Minuten stand es bereits 12:6 für die Gäste vom Zürichsee.

Zahlreiche Gegenstösse und ein gutes Zusammenspiel zwischen Rückraum und Flügel sorgten dafür, dass der Vorsprung kontinuierlich anwuchs. Bis zur Pause erspielten sich die Blau-Weissen eine komfortable 21:12-Führung.

Die Ansage für die zweite Halbzeit war entsprechend klar: „Dran bleiben!“

Glättli hält die SGZ auf Kurs

Der Start in die zweite Hälfte verlief zunächst ausgeglichen. Kleine Unkonzentriertheiten führten bei den Gästen allerdings zu einigen technischen Fehlern zu viel. Genau in dieser Phase konnte sich Torfrau Michelle Glättli mehrfach auszeichnen.

Und das war enorm wichtig. Denn ihre Torhüterkollegin Michelle „Goldi“ Ingold hatte sich bereits beim Einwerfen am Fuss verletzt und musste das gesamte Spiel von der Bank aus verfolgen.

Die erst 17-jährige Michelle Glättli erwischte dafür einen echten Sahnetag und zeigte ihre bisher beste Leistung in der noch jungen Saison. Mit starken Paraden hielt sie die SGZ auf Kurs und sorgte dafür, dass Emmen den Rückstand nicht entscheidend verkürzen konnte.

So blieb der Vorsprung konstant bei rund neun Toren. In der 52. Minute führte die SGZ mit 32:23.

Am Ende wird es deutlich

In den Schlussminuten legten die Gäste noch einmal einen Gang zu. Die SG Zürisee erhöhte den Druck und baute den Vorsprung bis zum Schlusspfiff auf zwölf Tore aus. Mit 39:27 feierte die SGZ damit den vierten Auswärtssieg in Folge.

Dass dieser so deutlich ausfiel, war nicht unbedingt zu erwarten. Schliesslich spielte das Team aus Emmen in der vergangenen Saison noch in der 1. Liga und war vor der Partie – wie die SGZ – noch ohne Verlustpunkt. Zudem verfügte Emmen über die beste Tordifferenz der Liga.

Nach vier Spieltagen stehen die Damen der SG Zürisee nun als einziges Team noch ohne Verlustpunkt an der Tabellenspitze. Auch die beste Tordifferenz gehört inzwischen den Blau-Weissen.

Abheben ist allerdings noch lange nicht angesagt. Die Saison ist noch lang und die nächsten Herausforderungen werden kommen.

Bis dahin bleibt etwas Zeit zum Durchatmen und Erholen. Das nächste Spiel der SG Zürisee findet erst am 24. Oktober statt – dann erstmals in dieser Saison auch in der eigenen Halle.