Spielbericht 1. Liga: SG Wädenswil/Horgen – SG Seen Tiger / Pfadi

Datum: 05.10.2026

Start-Ziel-Sieg gegen die SG Seen Tigers / Pfadi

Bis zur 13. Minute dauerte es, ehe Stefan Burgherr – am Ende zum «Best Player» des Heimteams gekürt – zum 3:3 ausgleichen konnte. Von diesem Moment an gerieten die Seebuben in der Wädenswiler Glärnischhalle jedoch nie mehr in Rückstand: Sie führten zur Pause mit 10:7 und gewannen schliesslich mit 23:19.

120 Zuschauer sahen an diesem schönen Herbstsonntag eine SG, die bis zum Schluss kämpfte, gegen die harmlosen Gäste aus Winterthur aber dennoch Mühe hatte, die Oberhand zu behalten. Es war ein typisches Erstligaspiel mit vielen technischen Fehlern, Fehlwürfen und etlichen torlosen Minuten.

 

Stefan Burgherr findet fast immer eine Lücke

Holpriger Start, dann die Wende

Nach zwei technischen Fehlern – so werteten es zumindest die überaus schwachen Schiedsrichter – und einem verschossenen 7-Meter dauerte es ganze sieben Minuten, bis Malik Zollinger den ersten Ball für das Heimteam im Netz der Seen Tigers unterbrachte.

Nach dem Ausgleich übernahmen die jungen SG-Handballer vom Zürichsee klar das Zepter und zogen durch Treffer von Esposto, Burgherr und Stirnimann auf 7:3 davon. Ausgerechnet die Unparteiischen verunsicherten in dieser Phase die jungen Spieler mit fraglichen Entscheidungen. Dank Tempospiel, zweiter Welle und solider Deckung hielten sie die Seen Tigers dennoch auf Distanz.

Zehn Minuten ohne Treffer!

Genau genommen waren es sogar dreizehn: Nachdem Malik Zollinger drei Minuten vor dem Pausenpfiff zum 10:6 getroffen hatte, blieben die Spieler von Trainer Ralf Stojan bis zur 40. Minute ohne Torerfolg. Erst dann schoss Martin Vulic, der neue Linkshänder im Rückraum, per 7-Meter wuchtig zum 11:10 ein.

Mit solchen Schwankungen muss man bei einem so jungen Team wie der SG Wädenswil/Horgen wohl noch eine Weile leben. Dass die erfahrenen Erstligaspieler aus Winterthur dies nicht ausnutzen konnten, spricht allerdings auch nicht gerade für die Gäste.

Entscheidung in der Schlussphase

Fünf Minuten vor Spielende war der Widerstand der Gäste gebrochen: Zwei Tore von Burgherr – mit sechs Treffern aus sieben Versuchen bester Schütze auf dem Feld – sowie das dritte Tor von Manuel Esposto vom Kreis brachten das 20:16.

In einer Partie, die mehr von Spannung als von Qualität lebte, brachten die Hausherren die zwei wichtigen Punkte verdient ins Trockene. Damit klettern sie in der noch jungen Meisterschaft vorübergehend auf den 5. Tabellenplatz.

 

Manuel Esposto mit seinem 3. Treffer zum 20:16

Stimmen nach dem Spiel

Der neue SG-Trainer Ralf «Stoni» Stojan zeigte sich mit seinen Jungs insgesamt zufrieden. Besonders lobte er:

  • die Abwehrarbeit seines Teams zusammen mit Torhüter Luka Sokcevic, der 40 % der Bälle parierte

In der zweiten Halbzeit vermisste er hingegen das Tempospiel inklusive zweiter Welle. Dennoch sieht er sein Team gegen die routinierten und abgeklärten SG Seen Tigers / Pfadi auf dem richtigen Weg.

«Unser neuer Linkshänder Martin Vulic, der in der zweiten Halbzeit zum Einsatz kam und vier Tore erzielte, ist erst seit zwölf Tagen bei uns und dementsprechend noch nicht ganz im Team angekommen. Die Arbeit wird mir in nächster Zeit also kaum ausgehen – dennoch bin ich mit dem bisher Erreichten zufrieden.»

 

Trainer Ralf Stojan – konzentriert bis zum Abpfiff

Hans Stapfer

4.10.26 Wädenswil Glärnischhalle / 120 Zuschauer

SG Wädenswil/Horgen – SG Seen Tiger / Pfadi (10:7)  23:19

Schiedsrichter: Betschart / Kuonen

SG Wädenswil/ Horgen:         Köppel (1x7Meter), Sokcevic 1-60 (12P/40%); Pfister, Estermann(1/1), Stirnimann (3), Zollinger J., Zollinger M. (3), Advulli, Esposto (3), Kälin (1), Stojanoski (2), Diethelm, Haudenschild, Vulic (4/2), Lamers, Burgherr (6).

Best Player: SG Seen Tigers – Torhüter Magnus Staub, SG Wädenswil/Horgen – Stefan Burgherr.

Bilder zum Spiel