SG gibt Spiel nach starkem Start aus der Hand
Die SG Horgen Wädenswil muss sich auswärts in Neuhausen nach einer enttäuschenden zweiten
Halbzeit mit 23:29 geschlagen geben. Dabei deutete zu Beginn der Partie wenig auf dieses deutliche
Schlussresultat hin.
Vor rund 30 Zuschauern erwischte die SG den deutlich besseren Start. Eine aggressive 5:1-Abwehr
stellte die Gastgeber vor Probleme und ermöglichte immer wieder ein schnelles Umschalten über die
zweite Welle. Auch Malik Zollinger fand gut in die Partie. Nach zehn Minuten führte die SG mit 5:2,
nur drei Minuten später sah sich Neuhausen beim Stand von 7:3 bereits zum ersten Timeout
gezwungen. Der Vorsprung hätte zu diesem Zeitpunkt sogar noch höher ausfallen können, zwei
Einzelgegenstösse blieben jedoch ungenutzt.
Auch in der Folge stand die Defensive zunächst sehr gut. Unterstützt wurde sie von einem starken
Luka im Tor, der in der ersten Halbzeit auf eine Abwehrquote von 40 Prozent kam. Nach 22 Minuten
lag die SG mit 10:5 vorne. Im Angriff schlichen sich allerdings zunehmend technische Fehler und
Fehlwürfe ein, wodurch es verpasst wurde, sich entscheidend abzusetzen. Gleichzeitig ging gegen
Ende der ersten Halbzeit auch in der Defensive etwas der Fokus verloren. Neuhausen kam zu
einfacheren Toren und verkürzte bis zur Pause auf 10:13.
Der Start in die zweite Halbzeit gelang der SG nur mässig. Auf beiden Seiten entwickelte sich
zunehmend Standhandball, wobei Horgen Wädenswil erneut mehrere Möglichkeiten liegen liess.
Nach 40 Minuten betrug der Vorsprung beim 18:16 nur noch zwei Tore. Fünf Minuten später war
dieser endgültig aufgebraucht. Nach einer überstandenen Zweiminutenstrafe nahm die SG beim
19:19 ihr Timeout.
Doch die Unsicherheit nahm weiter zu. Im Angriff fehlten Durchschlagskraft, Entschlossenheit und
eine klare Ordnung, was zu immer mehr unnötigen Fehlern führte. Gleichzeitig agierte die Deckung
zu flach. Auch die Umstellung auf eine 6:0-Abwehr brachte nicht die gewünschte Stabilität. Zu oft
fehlte die Abstimmung im Kollektiv, hinzu kamen unnötige Zeitstrafen und damit längere Phasen in
Unterzahl.
Spätestens beim 22:24 in der 56. Minute war das Spiel endgültig auf die Seite der Gastgeber gekippt.
In der Schlussphase verlor die SG den Faden komplett. Die fehlende Sicherheit in der Defensive
übertrug sich auch auf den Angriff, wo weitere unnötige Aktionen folgten. Neuhausen nutzte diese
Phase konsequent aus und zog in den letzten Minuten deutlich davon.
So steht am Ende eine 23:29-Niederlage, die nach dem starken Beginn besonders ärgerlich ist. Die
SG zeigte in der ersten Hälfte, dass sie das Spiel mit einer aggressiven und geschlossenen
Defensive kontrollieren kann. Um solche Partien künftig über 60 Minuten für sich zu entscheiden, gilt
es jedoch, auch in schwierigeren Phasen die Ordnung und Ruhe zu bewahren
