Spielbericht 1. Liga: HC Andelfingen – SG Wädenswil/Horgen

Datum: 01.11.2026

SG Wädenswil/Horgen feiert vierten Sieg in Folge

Die SG Wädenswil/Horgen setzt sich nach zähem Ringen auswärts gegen den Aufsteiger TV Andelfingen mit 31:27 durch.

Mit dem vierten Sieg in Folge rücken die Seebuben auf den dritten Tabellenrang vor. Bereits vor Spielbeginn stand fest, dass Linkshänder Martin Vulic wieder mitwirken kann. Nico Wolfer muss sich noch mit der Zuschauerrolle begnügen, soll aber in den kommenden Spielen zurückkehren. Damit fehlt im Kader von Trainer Ralf «Stoni» Stojan nur noch Xavier Kuzma, der in dieser Saison leider nicht mehr zum Einsatz kommen kann.

Überlegenheit zahlt sich erst spät aus

 

Malik Zollinger trifft acht Mal für die SG Wädenswil/Horgen

Die SG tritt mit 16 Spielern an, nutzt ihr Kontingent voll aus und bestimmt das Tempo. Obwohl die Gäste auf beinahe allen Positionen überlegen sind, schlägt sich dies zunächst nicht im Resultat nieder. Der Aufsteiger nutzt seine Chancen konsequent und führt nach sechs Minuten mit 4:2.

Technische Fehler im hohen Tempo, ausgelassene klare Torchancen und eine zu wenig konsequente Deckung bremsen die SG. Erst in der 17. Minute gehen die Gäste erstmals in Führung. Malik Zollingers Würfe aus der zweiten Reihe stellen die Andelfinger Abwehr und ihren Torhüter vor Probleme. Mit acht Treffern ist er erneut bester Werfer der SG.

In der 25. Minute trifft David Kälin per Tempogegenstoss zum dritten Mal und bringt sein Team mit 12:9 in Führung. Kurz vor der Pause verwandelt Martin Vulic einen Siebenmeter zum Halbzeitstand von 15:12 für die SG.

Andelfingen hält die Partie offen

Wie zu Beginn der ersten Hälfte unterlaufen der SG nach der Pause leichtsinnige Fehler. Eine unnötige Zweiminutenstrafe trägt dazu bei, dass das Heimteam innerhalb von fünf Minuten wieder ausgleicht. Jonas Büchi trifft zum 17:17 und sorgt in der 43. Minute erneut für den Gleichstand zum 22:22.

Besonders viel Mühe bereitet den Gästen Andelfingens Präsident Michael Hochstrasser. Er verwandelt alle sechs Strafwürfe souverän und ist mit insgesamt elf Treffern bester Skorer der Hausherren.

In der Schlussphase versucht Andelfingen sein Glück mit sieben Feldspielern gegen sechs. Die Rechnung geht jedoch nicht vollständig auf: Die SG trifft zweimal ins verwaiste Tor. Dennoch kommt es so, wie es die Trainer Ralf Stojan und Normann Kietzmann befürchtet haben: In der 55. Minute gleicht Nino Griesser mit seinem sechsten Treffer zum 27:27 aus.

Stefan Burgherr entscheidet die Schlussphase

 

Erzielt vier seiner sechs Treffer in der Schlussphase – Stefan Burgherr

Nun schlägt die Stunde von Stefan Burgherr. Mit vier Treffern in Serie entscheidet er die Partie beinahe im Alleingang zugunsten der SG. Die Seebuben verlassen das Feld mit einem verdienten, aber auch glücklichen 31:27-Sieg.

Silvan Estermann: Fehler bremsen das eigene Tempo

 

Silvan Estermann – selbstsicher nach vier Siegen in Folge

Nach dem Spiel erklärt SG-Spielmacher Silvan Estermann, weshalb sich sein Team trotz deutlicher Überlegenheit nicht früher absetzen konnte. Die Mannschaft habe sich unter der Woche viel vorgenommen, sich aber durch eine anfangs mangelhafte Chancenauswertung und technische Fehler selbst ausgebremst.

Die SG wolle stets aufs Tempo drücken; dabei können Fehler passieren. Gleichzeitig habe die Deckung den auf Zeit spielenden Andelfingern zu viele Chancen zugelassen. Die sechs Strafwürfe hätten den Gastgebern aus seiner Sicht zudem einen gewissen Vorteil verschafft.

Am Ende habe es dennoch zum Sieg gereicht. Nun freue sich das Team bereits auf die kommenden Heimspiele.

Hans Stapfer

Bilder zum Spiel