Fünf Athletinnen und Athleten mit SG-Hintergrund am EHF Beachhandball Champions Cup
Vom 14. bis 18. Oktober 2026 stand auf Porto Santo das grösste Klubturnier Europas im Beachhandball auf dem Programm. Mit dabei: Lotta Gerdsmeier, Ari Thoma, Patrik Füllemann, Loan Barbey und sein kleiner Bruder Enis Barbey. Vier von ihnen reisten mit dem BHC Rappi-Jona nach Portugal, Lotta verstärkte die Baslerinnen.
Lotta spielte in den Farben von Basel und zeigte einmal mehr, warum sie auf diesem Niveau mithält. Sie überzeugte in der Abwehr wie auch als Spezialistin im Angriff, mit Energie, Selbstvertrauen und Durchhaltewillen. Lottas starke Leistung war eine erneute Bestätigung für ihr Nationaltrainer Enis. Er freut sich, Lotta weiterhin im Nationalteam einzusetzen.
Im Vorbericht wurde noch über den Wettlauf gegen die Zeit von Enis geschrieben. Nach seiner Handgelenks Reha wurde bekanntgegeben, dass er das Turnier als Spielertrainer und Captain angehen kann. Doch alles kam anders, Enis zog sich bei einem unglücklichen Fehltritt im Abschlusstraining vor der Abreise eine Kreuzbandverletzung im rechten Knie zu. Für alle war klar, dass er so nicht als Spieler mitreisen kann. Enis sah das anders: Mit viel Tape und mentaler Stärke bestritt er das Turnier trotzdem auf dem Feld. Am Ende wurde er trotz allem mit 60 Punkten in 6 Spielen zusammen mit Patrik Füllemann top Scorer von Rappi-Jona.
Patrik erzielte ebenfalls 60 Punkte in sechs Spielen und überzeugte bei seinem ersten internationalen Einsatz auf ganzer Linie. Loan, der grosse Bruder von Enis, bewies sich mit starken Abwehraktionen und brachte viel Energie ins Team. Auch für ihn war es das internationale Debüt. Ari musste wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel auf seinen Einsatz als Spieler verzichten. Er setzte seine Gesundheit in den Vordergrund und war trotzdem für sein Team in Porto Santo vor Ort.
Schwere Gruppen, junge Teams
Für beide Teams war es ein hartes Turnier. Rappi-Jona und die Baslerinnen reisten mit einem Altersdurchschnitt von gerade einmal 20 Jahren an und trafen auf Gegner, die seit Jahren dabei sind und wissen, wie man internationale Medaillen gewinnt. Bei den Männern fehlte durch Aris Ausfall zusätzlich Personal, sodass sie sich mit einer kurzen Bank durchkämpfen mussten.
Klar war deshalb vor dem Turnier: Es geht nicht um Platzierungen, sondern um Entwicklung, einzelner Spieler und des ganzen Teams. Beide Teams dürfen sich trotzdem zu den 16 besten Europas zählen.
Der Blick nach vorn
Dass der BHC Rappi-Jona nicht einmal ein Jahr nach der Gründung zu den Top 20 Europas gehört, ist keine Selbstverständlichkeit und lässt sich nicht einfach nachmachen. Alle schauen mit erhobenem Kopf aufs nächste Jahr, mit dem Ziel, nach einer erfolgreichen Hallensaison sich erneut für den EHF Beachhandball Champions Cup zu qualifizieren.
