Spielbericht NLB: SG Wädenswil/Horgen – Handball Emmen

Datum: 18. November 2022

Zitterpartie mit gutem Ausgang

Die SGHW setzt sich in einem tempogeladenen Spiel dank eines 12-minütigen Schlussspurts mit 33:31 gegen den Aufsteiger Handball Emmen durch.
Dass es an diesem Abend keine einfache Aufgabe würde, zeigte sich bereits kurz nach dem Anpfiff in der Glärnischhalle. Während die angereisten Zentralschweizer bereits 4 Treffer erzielt hatten, suchten die Platzherren noch immer ein Mittel die gleichermassen grossgewachsene und massive Deckung der Gäste zu überwinden. Erst nach knapp 7 Spielminuten erlöste Zuber die 250 Zuschauer mit dem ersten Tor für die SGHW. Postwendend erhöhte Steenaerst jedoch auf 1:5. Der 17-Jährige war der Dreh- und Angelpunkt der Emmener und überzeugte insbesondere mit seinem Tempospiel. Wenn dies unterbunden werden konnte suchten die Gäste stets das Anspiel von Routinier Gavranovic am Kreis. Wenig erstaunlich waren Steenaerts und Gavranovic für 11 der ersten 12 Treffer von Handball Emmen zuständig und sorgten auch über die gesamte Spielzeit für 58% der Gästetore. Die SG liess sich davon jedoch nur bedingt beeindrucken und fand immer besser ins Spiel. Dennoch schien nach der ersten Niederlage der Saison eine gewisse Nervosität in der Luft zu liegen. Anders lassen sich die reihenweise vergebenen Topchancen nicht erklären. Dies sorgte dafür, dass sich die SG zwar zu einem ausgeglichenen Score kämpfte, aber in der Folge nicht am Gegner vorbeiziehen konnte. Gleiches galt für die Gäste. Auch sie fanden phasenweise kein Mittel den Ball am gut aufgelegten Yves Imhof vorbeizubringen. Und als der kurzfristig für den krankheitshalber abwesenden Steiner eingesprungene Kasalo in der 29. Minute den Penalty von Steenaerts entschärfte stand die Halle endgültig Kopf. Bei ausgeglichenem Spielstand wurden kurz danach die Seiten gewechselt.

Pascal Gantner setzt sich gegen die massige Defensive von Handball Emmen durch.

Kämpferherz sichert Sieg

Wer in der zweiten Halbzeit ein anderes Gesicht des Spiels erwartete, wurde enttäuscht. Beide Teams setzten das Gezeigte des ersten Umgangs nahtlos fort. Dies galt im positiven Sinne auch für die Torhüter. Nur das hohe Tempo sorgte dafür, dass der Spielstand sich trotz einer tiefen Trefferquote aus dem Positionsangriff im Gleichschritt nach oben bewegte. Alles deutete auf ein Herzschlagfinale hin, bis sich die Gäste 11 Minuten vor Ende erstmalig seit der Startphase mit 3 Treffern absetzen konnten. Manch ein Team hätte den Kopf hängengelassen, doch wer die SGHW kennt weiss, dass das Spiel auch mental erst nach 60 Minuten endet. Milicic zog seine Time-out Karte und schwor seine Schützlinge nochmals auf die Schlussminuten ein. Insbesondere die Defensive funktionierte alsdann einwandfrei. Emmen kam kaum noch zu Chancen und musste zuschauen, wie die SG in der 53. Minute zum 29:29 Ausgleich kam. Man hatte den Eindruck, dass sich die Gäste spätestens ab da nur noch um Schiedsrichterentscheidungen kümmerte und weniger auf das Spielgeschehen. Dies nutzte die SG routiniert aus und setzte die Zentralschweizer ordentlich unter Druck. Mit einem entschlossenen Distanzwurf unter Androhung des Zeitspiels markierte Zuber die 32:31 Führung knapp 70 Sekunden vor Spielende. Zwei Time-outs, ein technischer Fehler von Emmen und dem abschliessenden Treffer von Karlen zum 33:31 später feierten die Seebueben den Sieg zusammen mit dem lautstarken Publikum.

SG Wädendwil-Horgen - Handball Emmen (23)

 

NLB, SG Wädenswil/Horgen – Handball Emmen, 33:31 (14:14)
Wädenswil Glärnisch, 250 Zuschauer, SR: Baumann/Nasseri-Rad, Del: Schlittler
Strafen: 1*2 Min SGHW, 2*2 Min Emmen

SG Wädenswil/Horgen: Imhof (13 Paraden) /Kasalo (2 Paraden), Döbbeling (1), Esposto, Gantner D. (1), Gantner P. (2), Gantner S. (9/3), Kälin D., Kälin S. (1), Karlen (5), Lechner (6), Pospisil (1), Schuler (1), Zuber (6)

Handball Emmen: Schnellmann/Rast/Schnyder, Büchli, Cilurzo (2), Gavranovic (8), Gysin, Kim (2), Kovacevic (4), Lang (1), Ravlija, Röttges, Sigrist, Steenaerts (10/4), Weingartner (2), Wolfisberg (2)

Bemerkungen: SGHW ohne Steiner, Shcherbak, Wünsch, Wolfer.
Best Player: SGHW Yves Imhof / Emmen Gino Steenaerts

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