Spielbericht NLB: SG Wädenswil/Horgen – TV Birsfelden

Datum: 10.09.2023

Heimsieg in der Glärnischhalle gegen den TV Birsfelden

Nach einer mehr als harzigen ersten Halbzeit, die SG Wädenswil/Horgen geht mit 11:12 Rückstand in die Pause, gelingt es kurz nach Wiederbeginn das Spiel zu drehen und schlussendlich klar mit 26:22 zu gewinnen. Ohne Roman Sidorowicz, er zog sich im ersten Spiel nach 1 ½ Jahren Pause einen Muskelfaserriss zu, auf Ihn wird die SG noch mindestens bis Mitte Oktober verzichten müssen, taten sich die Gastgeber gegen die offene Deckung der Birsfelder anfangs schwer.

Das nach knapp 20 Minuten auch noch der treffsichere Angreifer Jerome Zuber, der bis dahin bereits fünf Treffer erzielte, angeschlagen vom Platz musste spielte SG-Trainer Predrag Milicic nicht gerade in die Karten. Zuber brachte bis dahin viel Zug in den Angriff, währenddessen Nico Wolfer auf hinten links, vom offensiven Verteidiger komplett abgemeldet wurde. In der 20. Minute beim Stande von 7:7 zeigte, der kurz für Steiner eingewechselte Cachin, eine 7 Meter Parade gegen Ruhotina. Gleich darauf zog die SG Bank eine Auszeit ein. Trainer Milicic hatte ausnahmsweise einiges zu bereden, gar nichts lief nach seinen Wünschen und von einem Matschplan war auch dieses Mal wenig zu sehen.
Alles zureden schien aber vorerst nicht zu fruchten. Zwei kurze Minuten später, die Birsfelder hatten gleich zwei Spieler auf der Strafbank patzte das Heimteam gleich mehrmals und traf auch das verwaiste Tor nicht. Was daraus Resultierte war ein 8:9 Rückstand, den Christian Gantner, mit seinem dritten Treffer, dem zweiten per 7-Meter wieder ausglich. Janik Schuler am linken Flügel sorgte mit zwei herrlichen Treffern von außen das der Rückstand zur Pause bei einem Tor blieb.

Jerome Zuber mit dem 1. Treffer der Partie

Christian Gantner mischelt die Birsfelder Deckung auf.

Der nach langer Verletzungspause wieder vor heimischem Publikum antretende „Chrigi“ Gantner zeigte in der zweiten Hälfte das nicht immer nur Größe im Handball alles bedeutet. Mit sieben Treffern bei sieben Versuchen blieb er, wie auch Schuler mit fünf von fünf fehlerlos.
Jetzt lief es immer besser für die Gastgeber, Birsfelden hatte mehr Mühe mit der aggressiveren Deckung des Heimtzeams und scheiterte schlussendlich auch noch an Hüter Steiner. Vorne verwerteten die Flügelspieler Karlen, Döbbeling, Schuler und Kälin Ihre Würfe zu 100%, was bis zur 46. Minute erstmals für einen fünf Tore Vorsprung reichte. Einen Vorsprung den sich die erfahrenen Seebuben nicht mehr streitig machen ließen.

Für den Bruder des zurückgetretenen Simon Kälin, David, waren es die zwei ersten Treffer im NLB-Team und für Döbbeling der Erste in zwei Spielen. Geprägt haben das Spiel Jerome Zuber in der Startphase und Janik Schuler mit fünf Treffern. Der Matschwinner heute heißt aber Christian Gantner mit sieben persönlichen Treffern. Verdient wurde er am Spielende auch zum Best-Player seines Teams erkoren, zusammen mit Valentin Pietrek der, mit erst 17 Jahren, acht Treffer für den TV Birsfelden markierte.

SG-Trainer Predrag Milicic im Interview nach dem Spiel

Du hast im zweiten Spiel mit deinem Team den ersten Sieg eingefahren, dennoch scheinst Du nicht mit allem ganz zufrieden zu sein?

„Das stimmt so nicht ganz, es war zu erwarten das der Saisonstart harzig wird. Mir fehlen im Moment die Führungsspieler, die auf dem Platz das umsetzen, was wir besprochen haben. Ein Gümmi, Lechner und auch Torhüter Ives und natürlich Rückraumschütze Alex sind nicht einfach so zu ersetzen. Zudem wir auf Roman Sidorowicz sicher noch eine Weile verzichten müssen. Ich freue mich aber auch auf die baldige Rückkehr zum Team von Pascal Gantner, unserm Abwehrchef.“

Zuber ist heute auch nach 18 Minuten humpelnd vom Platz gegangen, gehen die Alternativen aus?

„Ich denke das Zuber, der vermutlich eine Muskelprellung hat, bald wieder fit ist und Pospisil seinen Studium-Stress auch bald vorbei hat und wieder voll mitmachen kann. Die Alternativen sind nicht das Problem, wir müssen wieder in unser System kommen und das geht nicht von einem Spiel zum nächsten. Partien, die wir verlieren sind dabei eigentlich sehr hilfreich. Die Spieler hören dann besser zu, was uns Schlussendlich weiterbringt. Die Zuschauer sollen dem Team etwas Zeit geben und sich auf die zweite Saisonhälfte freuen, dann werden Sie eine Mannschaft sehen, die es mit allen aufnehmen kann.“

 Christian Gantner bestechend sicher vom Punkt

Wädenswil Glärnisch: 180 Zuschauer.SR: Ali Souley Damien, Meillier Philippe. Torfolge: 2:2, 4:2, 6:5, 7:7, 11:12, 17:14, 19:16, 22:16, 25:18, 26:22.Strafen: Je 4-mal 2 Minuten gegen beide Teams.Wädenswil/Horgen: Cachin 52-60, 7 Meter Parade 20. (Abwehrquote 15%), Steiner (34%); Ch. Gantner (7/4 Tore), Döbbeling (1), Pospisil (1), D. Gantner, Kälin (2), Schuler (5), Zuber (5), Wolfer (1), Gorlé (1), Karlen (2). Buob (1).Birsfelden: Tränkner 1-52, (20%), Gamper, Schwizer (28%); Karan (1), Moore, Ruhotina (1), Butt (4), Galvagno (1), Heinis, Heimberg, Gloor (2), Pietrek (8/2), Hadzic (2), Steffen (2), Schärer, Gassmann (1).Bemerkungen: 8. Tränkner hält Penalty von Zuber der im Nachschuss trifft, 20. Cachin hält Penalty von Ruhotina.Time-Outs: Wädenswil/Horgen 20. (7:7), 52. (24:18), 58. (25:20). Birsfelden 29. (11:12), 40. (17:14), 50. (24:17). SGWädenswilHorgen-TVBirsfelden (1)